Frühling: Wie starte ich mit dem Lauftraining?

Lauftraining-Fruehjahr
Lauftraining im Frühjahr

Die Vögel zwitschern, die Sonne kitzelt in der Nase und es riecht nach Frühling. Mit Beginn des besseren Wetters zieht es immer mehr Menschen raus in die Natur. Ein perfekter Moment, um die Laufschuhe zu schnüren und mit dem Training zu beginnen. Gerade als Einsteiger sollten Sie dabei allerdings einige Dinge beachten.

Der Gedanke ist der erste Schritt

Sie denken darüber nach, mit dem Laufen zu beginnen? Damit ist der erste Schritt in die richtige Richtung bereits getan. Nun gilt es, sich erreichbare Ziele zu setzen. Überlegen Sie, was Sie kurz- aber auch langfristig erreichen wollen, wieviel Zeit Sie investieren können und welche körperlichen Voraussetzungen Sie mitbringen.

Sinnvolle Ziele setzen

Damit Ihre Laufkarriere nicht genauso schnell beendet wird wie sie angefangen hat, lassen Sie es langsam angehen. Langsam bezieht sich in dem Fall sowohl auf das Lauftempo als auch auf die Trainingseinheiten. Der häufigste Anfängerfehler ist das zu hoch gewählte Lauftempo. Damit machen Sie nicht nur den gewünschten Trainingseffekt zunichte, sondern verlieren auch schnell die Lust. Mit der Regel, so schnell zu laufen, dass man sich noch unterhalten kann, liegen Sie meistens richtig.Auf einem Profi-Laufband kann die Geschwindigkeit exakt eingestellt werden.

Wählen Sie auch die Anzahl der wöchentlichen Trainingseinheiten ein gesundes Mittelmaß. Eine einzige Laufeinheit pro Woche wird Sie nicht weiterbringen, tägliches Training führt schnell zur Überlastung. Lassen Sie Ihrem Körper nach einem Lauftag einen Tag zur Regeneration. Zwei bis vier Laufeinheiten pro Woche reichen in der Einstiegsphase vollkommen aus.

Die richtige Ausrüstung

Laufen ist ein Sport, der als Anfänger nicht allzu viel Ausrüstung fordert. Natürlich kann man sich an diverser Laufkleidung, Pulsmessuhren, Handgewichten oder speziellen Trinkflaschen reichlich austoben, zunächst jedoch ist ein guter Laufschuh wichtig. An dem Punkt sollten Sie nicht sparen und sich im Fachgeschäft beraten lassen. Laufschuhe unterscheiden sich je nach Untergrund, Trainingsziel und persönlichem Laufstil. Manche Läufer benötigen stark gedämpfte Schuhe, andere Schuhe mit Pronationsstütze, Schuhe die besonders viel Halt geben oder Schuhe die viel Freiraum gewähren.

Wer überwiegend auf Asphalt läuft, benötigt ein anderes Profil als ein Waldläufer. Ein schlecht gewählter Schuh mindert nicht nur das Trainingsergebnis, sondern kann in schlimmeren Fällen zu gesundheitlicher Beeinträchtigung führen. Neben einem passenden Laufschuh benötigen Sie nur noch funktionale Sportkleidung, damit es losgehen kann.

Die Wahl der Umgebung

Laufen soll Spaß machen, denn nur so werden Sie den Sport auch langfristig ausüben. Da spielt die passende Umgebung eine entscheidende Rolle. Manche Läufer lieben Runden im Wald, andere bevorzugen das Laufen durch bewohnte Gebiete, da es mehr Abwechslung bietet. Gerade Anfänger möchten manchmal nicht zu vielen Menschen begegnen. Sie fühlen sich unsicher und mögen Ihre Figur in Sportkleidung nicht.

Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, empfiehlt es sich, auch eine längere Fahrt zum Training in Kauf zu nehmen, statt mit der Angst zu laufen, dem Nachbarn oder Arbeitskollegen zu begegnen. Macht Ihnen ein ständiges Auf und Ab zu schaffen? Dann suchen Sie flache Runden aus, die Sie besser bewältigen können. Wer schon beim Loslaufen Angst vor dem ersten Berg hat, wird schneller die Motivation verlieren.

Alleine oder in der Gruppe?

Sind Sie der Typ, der sich auch alleine gut aufraffen kann? Oder fällt es Ihnen schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden und Sie finden doch immer wieder einen guten Grund, nicht zu laufen? Dann helfen Verabredungen mit einem Laufpartner oder einer Laufgruppe, denn sich selber sagt man schneller ab, als einem Gegenüber. Wenn Sie lieber alleine laufen, planen Sie die Zeiten fest ein. Einem konkreten Kalendereintrag kommt man eher nach, als dem Ziel, in den nächsten drei Tagen irgendwann laufen zu gehen.