Neue Fitness-Trends: Was ist angesagt und hält fit?

Fitnesstrends
Fitnesstrends

Schnell soll es sein, effektiv und am besten nicht alleine. Während die Trainingsmethoden immer weiter auseinanderdividieren, rücken die Trainierenden immer näher zusammen.

Sie wollen fit werden, aber nicht alleine im Wohnzimmer oder im Fitnessstudio? Damit sind Sie in diesem Jahr nicht alleine. Wir zeigen Ihnen die Fitness Trends der Gegenwart allein oder in der Gruppe.

Schnelllebige Gesellschaft

Unsere Zeit ist knapp und teuer. Kein Wunder, dass wir auch in Sachen Training in Richtung Minimum-Maximum-Prinzip gehen.

  • EMS Training

Der Zeitsparer schlechthin. Beim EMS-Training werden die Muskeln mittels elektrischen Impulsen aktiviert und somit mühelos Muskelmasse aufgebaut. Wenngleich es absurd erscheint, sich an ein Gerät anzuschließen, so soll das Training effizienter sein, als es auf den ersten Blick aussieht.

  • Bodyweight Training

Berühmt geworden durch den ehemaligen US-Elitesoldaten Mark Lauren ist das Trainieren ohne Geräte mit minimalem Materialaufwand der Renner schlechthin. Der besondere Vorteil: seine Variabilität. Ob drinnen, draußen, allein oder in der Gruppe – alles ist möglich. Und der Vorbereitungsaufwand ist gleich null. Sie benötigen nur Ihren Körper.

  • H.I.T. Training

Das H.I.T. (Hochintensitäts) Training arbeitet mit 45 – 60 minütigen Einheiten, die es in sich haben. Mit großen Gewichten wird bis zur völligen Erschöpfung gearbeitet. Danach können Sie sich eine entsprechend lange Erholungspause gönnen. H.I.T. Training wird meist in der Gruppe angeboten. Die werden Sie auch als Motivation benötigen, um diese harte Trainingsform durchzuhalten.

  • Das Training im Rudel

Die Fitnessbranche hat den motivationalen Effekt des Trainings in der Großgruppe wiederentdeckt und setzt wieder vermehrt auf Aerobic Kurse und Ähnliches. Auch das Vereinswesen hat hiermit einen Aufschwung erhalten. Neben lang erprobten Trainingsformen entwickeln sich zurzeit eine Unzahl von Mischformen, deren Langfristigkeit abzuwarten bleibt.

  • Piloxing

Piloxing bezeichnet eine Mischform aus Pilates, Boxen und Tanzen. Zumeist mit Musik werden hier Elemente aus dem Boxen (Schläge) trainiert, die ähnlich wie beim Pilates auch tiefer liegende Muskeln aktivieren sollen. Im Gegensatz zu den härteren Trainingsformen steht hier Spaß mit im Vordergrund.

  • Body Balance

Diese Mischform aus Tai Chi, Yoga und Pilates führt durch ein meist choreografisch durchgeplantes Training. Beginnend mit Tai Chi Übungen, übergehend zu Yoga Figuren und abschließenden meditativen Übungen wird insbesondere die Dehn- und Kraftfähigkeit des Körpers gesteigert.

  • Yoga

Eine der beliebtesten Sportarten schlechthin bei der verschiedene Figuren in steigender Schwierigkeit durchgegangen werden. Yoga geht es eher ruhiger an mit bewusster Kontrolle der Atmung und dehnungsintensiven Übungen. Für alle die Abwechslung benötigen bietet Yoga eine schier unendliche Zahl von Variationen. Von den Grundformen Ashtanga, Bikram und Hatha Yoga über Acro Yoga, Power Yoga und Wellness Yoga ist für jeden etwas dabei.

Die kleinen Helferlein der Trainierenden

Sowohl im breitensportlichen als auch im professionellen Setting dürfen sie nicht fehlen: Geräte und Zusatzmittel, die das Training unterstützen. Über den Sinn und Unsinn dieser lässt sich streiten. Fakt ist: Immer mehr Menschen investieren in Hilfsmittel, die den gewünschten Erfolg steigern sollen.

  • Supplements

Proteinpulver – früher mancherorts verschrien – sind massentauglich geworden. Selbst im normalen Lebensmittelhandel umgeben sie uns. Für die Normalos unter den Trainierenden dürften sie keinen sonderlichen Mehrnutzen bieten. Im Profibereich, wo es um eine möglichst geringe Regenerationszeit geht, bieten sie sich an. Dabei sind die typischen Produkte auf tierischer Basis längst nicht mehr der Kassenschlager: Vegane Produkte aus beispielsweise Hanf- oder Erbsenprotein erfreuen sich steigender Beliebtheit.

  • Tragbare Fitness-Technologien

Seien es Uhren, die den Puls messen, Activity Tracker oder Apps auf dem Handy. Die elektronische Überwachung des Trainingserfolgs ist auf dem Vormarsch. Sinnvoll mag das maximal im Sinne der Selbstbeweihräucherung ob des getätigten Trainingsausmaßes sein.

2017/2018 das Jahr des Faszien Trainings

Ein Newcomer schlechthin 2017 ist das sogenannte Faszien Training. Diese Teile des Bindegewebes, die bis dato praktisch unbeachtet blieben, werden mittlerweile vielerorts fleißig mit der sogenannten Backroll durchgeknetet. Der Effekt: Die durch mangelnde Bewegung zum Verkleben neigenden Faszien werden gelockert, was Verspannungen lösen und die Dehnfähigkeit erhöhen soll. Ein einfaches und recht unkompliziertes Training, wenngleich es anfangs ziemlich schmerzhaft sein kann.